Bei den Befahrungen des Schlebuscher Erbstollens haben wir festgestellt, dass der Stollen an einigen Stellen Schäden aufweist.
Die Frage ist nun aber, sind diese Schäden schon sehr alt und es “bewegt” sich hier nichts mehr, oder droht ein Verbruch des Stollens?
Um diese Frage zu klären, haben wir Messpunkte in den Stollen eingebaut, die jetzt alle drei Monate kontrolliert werden. Wenn sich Veränderungen ergeben, muß hier gehandelt werden!
Für die Messung werden in den Stößen (Seitliche Mauerung) je ein Haken installiert. Zwischen die Haken wird eine Maurerschnur gespannt, gemessen wird nun der Abstand zu einem bestimmten Punkt an der Firste (Decke).
Den Pressebericht zu den Konvergenzmessungen finden Sie hier

Hier wird gerade eine neue Messstelle installiert.

Hier sieht man die Lage der Messpunkte und eine Skizze von Messpunkt2. Die Messungen und Skizzen wurden alle von unserem Dortmunder Kumpel und gelernten Markscheider Wolfgang Rühl angefertigt.

Im Fahrschacht am ersten Messpunkt geht es etwas beengt zu

Der Schlebuscher Erbstollen in seiner ganzen Schönheit. Rechts am Bildrand erkennt man eine Lachtertafel, die unten noch mal komplett zu sehen ist.

Der Pfeil zeigt in Richtung Mundloch.
Die Bezeichnung über dem Pfeil ist eine Längenangabe in Lachter (LT) und entspricht 39,45m. Das ist genau die Entfernung bis zum Ende der Mauerung und dem Beginn der Rösche (Die letzten Meter bis zum Mundloch (Die letzten Meter sind nur mit dicken Steinplatten abgedeckt).
1824 (18 links, 24 rechts) ist vermutlich das Jahr in dem die Mauerung eingebracht wurde. Die Auffahrung des Stollens begann 1765.