Neuwülfingsburg : SchachtZeichen stieg über Zeche auf
Albringhausen. Im Rahmen von „Ruhr2010 - Kulturhauptstadt Europas““ stieg am Pfingstwochenende eine ungewöhnliche Aktion. Insgesamt 320 große gelbe Ballons waren in der Region verteilt und markierten stolz in den Lüften schwebend die ehemaligen Schächte des Ruhrgebiets. Einer befand sich an der Zeche Neuwülfingsburg in Albringhausen.„Wenn Sie sich den Ballon genau annsehen, dann erkennen Sie, dass er ein bisschen wie ein Pinn aussieht“, erklärt Carsten Säckl, stellvertretender Arbeitskreisleiter des Fördervereins bergbauhistorischer Stätten Ruhrgebiet, Arbeitskreis Wetter. „So zeigen die Ballons den Standort ehemaliger Schächte an - wie ein Pinn auf der Landkarte.“
Mehrere Veranstalter waren an der Aktion beteiligt und sorgten für ein facettenreiches Programm. So stellte der Förderverein eine Bergbauausstellung „Der Steinkohlenbergbau in Wetter“ mit zahlreichen Farbfotos der Region von damals und heute auf die Beine. Besonderes Highlight der Ausstellung war die sogenannte „alte Kaue". So wurden früher die Umkleidekabinen der Bergleute genannt“, erklärt Säckl, während er den Besuchern kundig die alte Bergwerkskleidung an einer Bergwerkspuppe und alte Grubenlampen demonstriert.
Zudem offerierte Familie Külpmann, die die Restgebäude der Zeche für den Steinbruchbetrieb nutzt, am Pfingstwochende regelmäßige Touren in den angrenzenden Natursteinbruch.
Ein Höhepunkt war zudem das aktive Testen der großen Lkw-Waage an der Zeche, die großzügig das Gewicht aufrundete, wenn Besucher darüber liefen. „Vor allem die weiblichen Besucher sahen wir heute einen weiten Bogen darum machen“, lacht Säckl und freut sich über die positive Resonanz der Besucher aufgrund des guten Wetters. Schließlich gab es neben dem Zechenprogramm auch die gängigen Bestandteile eines gelungenen Familienfestes wie Kletterwand, Grillen, Bierzelt und Hüpfburg. Letztere wurde durch die stürmischen Luftsprünge der begeisterten Kinder am Sonntag allerdings so stark demoliert, dass sie bis auf Weiteres wohl nicht mehr einsatzbereit ist.
Die Veranstaltung findet noch die ganze Woche über statt und kann mit einem Rahmenprogramm aufwarten, das ebenso ungewöhnlich ist wie die Veranstaltung selbst.
So gibt es am Donnerstag ab 18 Uhr eine Lesung aus Rainer Schröders Abenteuerroman „Das unsichtbare Siegel“, dessen Handlung zu Zeiten des Bergbaus an der Ruhr spielte.
Freitag können Besucher nach Anmeldung an Steinbruchführungen durch den Steinbruch Külpmann teilnehmen, von wo aus man einen weiten Blick über die Region hat und weitere Ballons der Aktion bestaunen kann.
Geologin
informiert
über Natursandstein
Geologin Dr. Karin Kirchner wird allen Interessierten ausführliche Informationen über den Natursandstein geben, der noch heute von der Familie Külpmann bearbeitet und anschließend verkauft wird. Während es am Donnerstag und Freitag eher beschaulich zugeht, lassen es die Veranstalter es am Samstag einmal so richtig krachen: Unter dem Motto „Rock am Schacht“ werden Rockbands aus der Region allen bergbaubegeisterten Musikfans in der Zeche Neuwülfingsburg ab 18 Uhr so richtig einheizen, bevor die „Schachtzeichen 2010“ am Sonntag mit der Einholung des letzten Ballons ihren krönenden Abschluss finden.
Anmeldung zu Steinbruchführungen nimmt Familie Külpmann unter 02335-7421 oder info@külpmann.com entgegen.
Quelle: derwesten.de
Zeche Trappe versorgte Hasper Hütte
Gevelsberg. Als um 12.01 Uhr der große gelbe Ballon dank der freiwilligen Helfer Andreas und Robin Rüpping, Ernst Ulrich Cramer und Holger Steinke an der Leine gen Himmel über dem Gelände von Schäfer & Flottmann stieg, folgten dem großen viele kleinere gelbe Ballons mit Grußkarten aus Gevelsberg. Und gaben so den Startschuss zur weltgrößten Kunstausstellung im Ruhrgebiet auf 4000 Quadratkilometern, den „Schachtzeichen“ auch in Gevelsberg.1662 erstmals erwähnt
Überall dort, wo in längst vergangenen Tagen Steinkohle gefördert wurde, leuchten in den nächsten Tagen hoch am Himmel 311 knallgelbe Ballons der Kulturhauptstadt Ruhrgebiet 2010. In Wetter und Witten, aber auch in Silschede. „Dass wir uns überhaupt als Teil des Ruhrgebiets verstehen, verdanken wir nur Silschede“, hob Bürgermeister Claus Jacobi bei der Eröffnung des Kulturspektakels die frühindustrielle Bedeutung des Gevelsberger Stadtteils hervor.
Die Zeche Trappe auf dem Gelände von Schäfer & Flottmann findet erstmals Erwähnung um 1662 und war zeitweise die größte Zeche im Ruhrgebiet. Später sind die Kohlen begehrt und werden als Schmiedekohlen in der „Hasper Hütte“ und als Hausbrandkohlen verwendet. Zum Transport der Kohlen nach Haspe wurde die Silscheder Kohlenbahn erbaut, die zuerst als Konsortium betrieben und später von der Zeche Trappe aufgekauft wurde. An die Anfänge der „brennende Steine“ erinnerte auch die Schülerin Jule Karthaus, die die Geschichte vom Hirten und seinen Mutten auf der kleinen Bühne hinter dem Kesselhaus vorlas.
Und Landrat Armin Brux prophezeite den Schachtzeichen gute Aussichten: „Die Aktion ist ein Riesenerfolg. Die wissen jetzt alle, wo der Ennepe-Ruhr- Kreis liegt.“ Die Eröffnung der Schachtzeichen glich einem großen Sommerfest. Über 150 Besucher und Zuschauer kamen auf das Gelände in Silschede, um den Start der Aktion mitzuerleben, darunter die politischen Vertreter der Ratsfraktionen, aber auch viele Bürgerinnen und Bürger, nicht zu vergessen die Ehrenamtlichen wie die Sänger des MGV Diamant Silschede 1905 und die Fußballer des FC Schwarz-Weiß Silschede. Außerdem informierte der Förderverein Bergbauhistorischer Stätten mit seiner Ausstellung u.a. über die Zeche Trappe.
Von drei Aussichtspunkten, Scharlicker Straße/Stütingstraße, von der Vilvoorderstraße in Voerde und von der Schwelmer Straße/ Modellflugwiese sind die Zeichen für die Metropole Ruhr zu sehen. Bislang nutzen nur wenige den Blick über die ehemalige Zechenlandschaft vor der Haustür.
Bis zum nächsten Wochenende ist die kostenlose Ausstellung unter freiem Himmel noch zu sehen. Heute, am 24. Mai und am kommenden Samstag, 29. Mai werden die Schachtzeichen außerdem bis spät in den Abend hinein beleuchtet. Die Ausstellung auf dem Gelände der Firma Flottmann & Schäfer ist täglich geöffnet.
Quelle: derwesten.de
Gelber Ballon

Organisatoren sind der Ortsverband des Technischen Hilfswerks Wetter/Herdecke und der Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier in Kooperation mit dem Steinbruch Külpmann. Die Veranstaltung wird am Samstag, den 22. Mai, um 12 Uhr feierlich mit dem erstmaligen Auflassen des Ballons eröffnet. An allen folgenden Tagen wird der Ballon um 10 Uhr aufgelassen und um 20 Uhr eingeholt, wobei die „NachtSchachtZeichen“ am Pfingstmontag (24. Mai) und am Samstag, den 29. Mai, Ausnahmen bilden. Dann wird der Ballon jeweils von 22 Uhr bis 1 Uhr aufgelassen und von innen beleuchtet. Am Pfingstsonntag (23. Mai) findet ein Familientag statt.
An diesem Tag sind alle eingeladen, das Zechengelände zu erkunden, es gibt Attraktionen wie eine Kletterwand und eine Hüpfburg für die Kleinen, außerdem wird gegrillt. Am Donnerstag, den 27. Mai, findet um 18 Uhr eine Lesung statt. Am Freitag, den 28. Mai werden nach Anmeldung Steinbruchführungen durchgeführt, bei denen es allerlei Wissenswertes über Geologie zu lernen gibt. Den Abschluss bilden am Samstag, den 29. Mai, ab 18 Uhr die Bands „Not of Assembly Line“ und „Party For Myself“, der Eintritt ist wie an allen Tagen frei. Am Tag danach wird der Ballon um 20 Uhr endgültig eingeholt.
Über den gesamten Zeitraum kann die Ausstellung: „Der Steinkohlenbergbau in Wetter“ besucht werden.
Quelle: derwesten.de

Willkommen in Wetters "Unterwelt"
Wetter, 25.05.2009, Peter Zinn
Besonders bei sonnigem Sommerwetter zieht es seit Eröffnung des
Ruhrtal-Radwegs immer mehr Menschen mit ihren Fahrrädern an die
Ufer der Ruhr. Doch auch wer sich lieber mit beiden Beinen auf dem
Boden fortbewegt, kommt in Wetter voll auf seine Kosten: Der
Förderverein Bergbauhistorische Stätten Ruhr
Dreh- und Angelpunkt dabei ist der Schlebuscher Erbstollen,
„unser Prunkstück”, wie Kassenwart Karl Hebeker betont.
Erbstollen dienten der Entwässerung
Mit einer Länge von über 14 Kilometern ist er der
längste dieser Art in ganz NRW; von Oberwengern, wo er sein Wasser
in die Ruhr leitet, führt er bis nach Wuppertal. „Erbstollen
dienten ausschließlich der Entwässerung höher gelegener
Schächte. Von der Kohle, die dort abgebaut wurde, erhielt der
Besitzer des Erbstollens ein Neuntel als Lohn”, erklärt Gerd
Langfeld, Vorsitzender des Arbeitskreises Wetter/Herdecke.
„Allerdings mussten diese Stollen erst einmal gebaut werden, was
vom Besitzer komplett vorfinanziert wurde. Bei einem Vortrieb von
wenigen Zentimetern pro Tag dauerte das ein ganzes Arbeitsleben, die
Rendite konnte erst die nächste Generation einstreichen”, so
Langfeld bewundernd.
Diese Bewunderung kann man nur teilen, befindet man sich erst einmal im
Stollen, der nur durch einen winzigen Fahrschacht zugänglich ist,
welchen ein normal großer Mensch am besten rückwärts
auf den Knien hinunter kriecht. Unten angekommen kann man zwar bequem
stehen, doch das Wasser, das hier ständig mal in Knie-, mal in
Bauchhöhe fließt, macht ein Fortkommen mühsam. Wie
beschwerlich muss es da erst gewesen sein, den Stollen mit der noch
heute nahezu perfekt erhaltenen Trockenmauer aus Sandstein einzukleiden.
Dampfmaschine im Haus „Friederika”
Gut tut es dann, wieder an die frische Luft zu kommen. Für die
Öffentlichkeit zugänglich ist der Erbstollen zwar (noch)
nicht, aber in ganz Wetter gibt es auch über Tage eine Menge
Bergbaugeschichte zu erkunden. So auch das Maschinenhaus
„Friederika”, das fast schon in Silschede liegt.
„Hier hat einmal eine der ersten Dampfmaschinen von Friedrich
Harkort ihre Arbeit verrichtet - 100 PS stark”, weiß
Vereinsmitglied Marco Kiessler. Ein Wissen, das er gerne mit den neuen
Eigentümern des alten Hauses teilt, die es behutsam renovieren
wollen. Die harkortsche Dampfmaschine zog einst nämlich Lasten
einen 160 Meter tiefen Schacht herauf, der bis heute nur mit einer
Betonplatte abgedeckt ist.
Wer nun auch die montane Vergangenheit Wetters erkunden möchte,
kann sich auf der Homepage des Fördervereins mit Wanderkarten und
Informationen versorgen: www.bergbau-wetter.de. „Es warten
immerhin über 200 historische Grubenanlagen in Wetter und Herdecke
auf Besucher”, ermuntert Gerd Langfeld.
Quelle: derwesten.de

Wandern auf Spuren vom Steins 27.10.2007
Wetter. (cp) Die Harkortstadt setzt ihren berühmtesten
Bürgern nicht nur Denkmale - nach Henriette Davidis und Friedrich
Harkort wird nun auch der Freiherr vom und zum Stein Namenspatron eines
Wanderweges mitten durch Wetter.
Einen Tag, nachdem der ehemalige Bergamtsleiter seinen 250. Geburtstag
gefeiert hätte, eröffneten die stellvertretende
Bürgermeisterin Christel Bender, Karl Hebeker, unter anderem
Projektleiter Wanderwege der Stadt Wetter, Vera Mügge vom Geopark
Ruhrgebiet und weitere Beteiligte den ihm zu Ehren konzipierten
"Freiherr-vom-und-zum-Stein-Weg".
Auf insgesamt neun Kilometern führt die Wanderroute einmal rund um
das Stadtgebiet, vorbei an ehemaligen Wohn- und Wirkungsstätten
des preußischen Staatsmannes, sowie dem Schlebuscher Erbstollen
und anderen Relikten aus der Bergbauzeit. Gekennzeichnet wird die
Strecke durch Hammer und Schlegel, Symbol der Bergleute, und der
darunter verzeichneten Zahl 4.
Idee und Plaung haben die Stadt Wetter und das Stadtmarketing gemeinsam
übernommen. Ferner enstand eine Zusammenarbeit mit dem
Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier und dem
Geopark Ruhrgebiet.
"Drei Bergbaurundwege auf wetterschem Stadtgebiet gibt es bereits",
erklärte Gerd Langfeld, Arbeitskreisleiter des Fördervereins
für die Harkortstadt. "Mit dem Konzept
Freiherr-vom-und-zu-Stein-Weg wollen wir das Gedenken an einen
großen Mann aufrecht erhalten, der gerade den Bergbau der Stadt
geprägt und geordnet hat."
Diesen Anlass nutzte zudem der Vorsitzende des Fördervereins,
Klaus Lohmann um die wettersche Initiative persönlich zu
begutachten.
Auch Christel Bender zeigte sich in einer kurzen Ansprache durchaus
angetan von der Umsetzung und bezeichnete Wetter als "wanderfreudig und
wandererfreundlich". Dem konnten die rund 50 Gäste nur zustimmen,
die gestern nach der Eröffnung vor dem Rathaus den Jungferngang
auf dem neuen Wanderweg wagten. Eröffnung des
Freiherr-vom-und-zum-Stein-Weges: Bürgermeister-Stellvertreterin
Christel Bender durchschnitt gestern vor dem Rathaus das Band.
Anschließend starteten die Gäste zur Jungfernwanderung.
Quelle: Westfalenpost.de
Wanderung auf Bergbau-Spuren 01.09.2006
Wetter. Der Arbeitskreis Wetter/Herdecke des Fördervereins
Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier lädt gemeinsam mit dem
Stadtmarketing Wetter zu einer geführten Bergbauwanderung ein. Die
Wanderung führt zum einstigen Kurpark Wetter. Start und Ziel der
etwa zweieinhalbstündigen Tour, die am Sonntag, 10. September, um
14 Uhr startet, ist der Förderwagen an der Grundschötteler
Straße gegenüber der Einmündung "Am Stoppenberg". Die
Wanderung führt zu Relikten des frühen Bergbaus im
Schlebuscher Berg, u.a. am Gut Steinhausen und Hülsey vorbei,
über die Trasse der ehemaligen Schlebusch/Harkorter Kohlenbahn zum
einstigen Kurpark in Wetter.
Quelle: Westfalenpost.de
Westfälische Rundschau, 04.05.2005
Ein Blick in die Gezähekammer 27.08.2004
Wetter. Zum "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 12. September, lädt die Stadt Wetter ihre Bürger zur Besichtung geschichtsträchtiger Orte ein. Die Westfalenpoststellt die vier Denkmäler in einer kleinen Serie vor. Heute ist der "Schlebuscher Erbstollen" südöstlich vom Limbecker Weg an der Reihe.
1765 begann die "Schlebuscher Kohlebergwerk Gesellschaft" mit dem Bau des Stollens im Limbecker Tal nahe der Oberwengerner Straße. Nur mit Schlegel und Eisen in südwestlicher Richtung vorgetrieben konnte der Stollen in den ersten 20 Jahren eine Länge von nur eben 700 Metern erlangen. Etwa 180 Meter oberhalb des Stollenmundloches (hinter dem Gehöft Backhaus) wurde ein seitlicher Zugang geschaffen, über dem in Stein gemeißelt "Schlebuscher Erbstollen" zu lesen ist. Neben diesem Fahrschacht liegt die Gezähekammer zur Lagerung des bergmännischen Werkzeuges, deren Portal von einer mit Wappentafeln und Ziergehängen aufwändig geschmückten Sandsteinfassung eines ehemaligen offenen Kamins von 1650 gebildet wird.
Die Böschung ist durch trocken verlegtes Bruchsteinmauerwerk abgefangen. Der Schlebuscher Erbstollen erreichte nach einer Bauzeit von über 100 Jahren mit seiner Fortsetzung als Dreckbänker Erbstollen eine Gesamtlänge von rund 15 Kilometern (inklusive der Flügelörter). Zahlreiche, heute verschlossene Lichtlöcher dienten als Belüftung, Material- und Einstiegsschächte. Etwa 90 Zechen führten ihr Grubenwasser über diesen Stollen ab. Mit der Stilllegung der Steinkohlenzeche Neuwülfingsburg in Albringhausen im Jahre 1967, der letzten in Wetter, verlor der Stollen seine Aufgabe. Er entwässert aber weiterhin ein Gebiet von etwa 40 Quadratkilometern.
Der Schlebuscher Erbstollen war der längste im Ruhrrevier und ist eines der bedeutendsten Dokumente für die Entwicklung des frühen Steinkohlenbaues an der Ruhr. Am "Tag des offenen Denkmals" wird der Arbeitskreis Wetter/Herdecke des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier mit einem Infostand am Fahrschacht in der Zeit von 10 bis 17 Uhr vertreten sein und mit Bild- und Kartenmaterial über den Bau, die Bedeutung und den heutigen Zustand des Erbstollens Auskunft geben.
Eine Befahrung des Stollens ist nicht möglich. Interessenten können aber ein Blick in die Gezähekammer werfen.
Quelle: westfalenpost.de
Alter Erbstollen soll schon bald ein Denkmal werden 24.06.2004
Wetter. Bis zum Jahr 1967 war der Schlebuscher Erbstollen in Betrieb. Die letzte angeschlossene Zeche war Neuwülfingsburg, der Besitzer deswegen auch heute noch die AVU. Jetzt soll der alte Stollen unter Denkmalschutz gestellt werden.
Der Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier, Arbeitskreis Wetter/Herdecke, hat einen Nutzungsvertrag mit der AVU und kümmert sich um die Erhaltung des Stollens. Erst kürzlich entdeckten die engagierten Männer einige Schäden im Gewölbe. "Etliche Scheitelsteine zeigten schon einen Versatz bis zu etwa 150 mm, vermutlich hervorgerufen durch die über Tage stehenden Bäume, die ihre Wurzeln durch das Gewölbe hindurch teilweise bis in den Stollenbach vorgetrieben hatten. Hier waren umgehend Gegenmaßnahmen zu ergreifen", berichtet Karl Hebeker vom Arbeitskreis Wetter/Herdecke.
Bereits im März begannen die Männer mit dem Sicherungsausbau und führten ihn in mehreren Arbeitseinsätzen fort. Hebeker: "Wir haben damit einen drohenden Einsturz von Gewölbeteilen verhindern können. Dieser hätte nicht nur den Verlust des schützenswerten bergbauhistorischen Denkmals bedeutet. Ein Aufstau der erheblich strömenden Wassermassen hätte durch ihr plötzliches unkontollierte Ausbrechen an anderer Stelle großes Unheil im Limbecker Tal anrichten können."
Am 12. Juni schließlich war ein weiterer Einsatz zur Vervollständigung des Ausbaues angesetzt. Zwei Vertreter des Deutschen Bergbau Museums in Bochum waren eingeladen, an diesem Tag mit sachkundigen Mitgliedern des Arbeitskreises einzufahren, um sich ein Bild vom Zustand des Stollens zu machen. Im Auftrag der Unteren Denkmalbehörde in Wetter und der Behörde für Bodendenkmäler in Olpe war der Schlebuscher Erbstollen zu begutachten, ob er würdig ist, in die Denkmalliste aufgenommen zu werden. Hebeker: "Wir denken, dass der Besuch gezeigt hat, dass der Schlebuscher Erbstollen, der 1765 in Oberwengern aufgefahren und mit seiner Fortführung als Dreckbänker Erbstollen (ab etwa Bahnhof Silschede) nach über 100 Jahren als längster (Endpunkt etwa Bahnhof Schee) und bedeutendster des Ruhrreviers vollendet wurde, unter Denkmalschutz zu stellen ist. Das bedeutet für uns die Verpflichtung, weiterhin an seiner Erhaltung mitzuwirken. Wir versprechen uns damit aber auch Unterstützung durch die öffentliche Hand."
Karl Hebeker weist in diesem Zusammenhang auf eine bergbauhistorische Ausstellung in der Sparkasse Wetter hin, die am 7. Juli um 11 Uhr eröffnet wird. Alle WP-Leser bittet Karl Hebeker, diese Ausstellung durch leihweise zur Verfügung gestellte Exponate (Fotos, Gezähe, Geleucht etc.) zu ergänzen. Die Ausstellung will mit historischen Karten, Bildern, Fotos, Dokumenten und Gegenständen wie Gezähe, Fundstücken aus dem Schlebuscher Revier u.a. die schwarze Vergangenheit insbesondere der südlichen Stadtteile von Wetter aufzeigen. Hebeker ist unter Tel. (0 23 02) 80 01 47 zu erreichen. Quelle: westfalenpost.de
Drei Artikel aus der Westfälischen Rundschau am 24.12.2003
Westfalenpost, 04.12.2003
Westfalenpost, 23.08.2003
Westfalenpost,16.06.2003
Westfalenpost, 12.06.2003
Westfälische Rundschau, 12.06.2003
Westfalen Post, 31.05.2003
Westfalenpost, 12.12.2002
Westfälische Rundschau, 11.11.2002
Westfalenpost,11.11.2002
Westfalenpost, 24.10.2002
Westfalenpost, 12.10.2002