Schacht Voerster  1843-1925

Der erste Tiefbauschacht der Zeche Trappe wurde 1843 in Silschede begonnen.  ies hatte einen Grund. Der Punkt für den Schacht wurde so gewählt, dass er die abzubauenden Flöze auf dem Sattel trifft von allen Abbau-Abteilungen ungefähr gleich weit entfernt war. 

Die Zeche Wülfingsburg beteiligte sich zu 1/5 an den Kosten und konsolidiert mit der Zeche Trappe unter dem Namen Vereinigte Trappe. 

1849 wurde anschließend mit dem Bau des  Maschinenhaus begonnen. Das Maschinenhaus wurde aus Bruchsteinen aufgemauert und erhielt unter dem Dach ein Hölzernes Gerüst zur Aufnahme der Seilscheiben.  Die Dampfmaschine war von Kamp in Wetter (ehemals Harkort).  Kessel und Dampfmaschine, sowie Wasserhaltung befanden sich in Anbauten. 

Nach Erreichen der Erbstollensohle wurde der Schacht weiter abgeteuft . Bei 145 und 188 m werden die Tiefbausohlen angesetzt und das Steinkohlenflöz Trappe zum Abbau im Tiefbau vorgerichtet.

Der Tiefbauschacht erhielt 1850 den Namen „Voerster“. Es wurde der Name des damaligen Hauptgewerken der Zeche gewählt. 

Der Absatz wurde durch eine eigene Kohlenbahn nach Hagen-Haspe sichergestellt. Später kam die zweite Bahn nach Hasslinghausen hinzu. 

1867    erreichte der Tiefbauschacht die Tiefe von 273 m. Hier wurde die 3. Sohle angesetzt, welche bis zum Ende der Zeche die Hauptfördersohle war.  Von ihr wurden später streichende Örter in den Kohlenflözen bis zu den Markscheiden der Zeche aufgefahren.

Die Bewetterung geschah auf natürlichem Wege.  Da sich mit der Vergrößerung der Zeche die Bewetterung immer weiter verschlechterte wurde zur Verbesserung der Belüftung der Zeche 1898 neben dem Schacht Voerster ein Wetterschacht mit 135 m tiefe hergestellt. 

1899 wurde die Schachtanlage umgebaut. Der Schacht erhielt nun ein Fördergerüst und eine Zwillingsdampfmaschine für die Förderung.

1905 - 1908    fördert auch die Zeche Ver.Neu-Hiddinghausen die Eisenerze aus Ihren Grubenfelder über den Schacht Voerster. 

Nach dem Verkauf der Zeche Trappe un der Stillegung wurde die Schachtanlage am Schacht Voerster 1926  größtenteils abgebrochen. 

Erhalten haben sich ein altes Kesselhaus von 1848 und das Verwaltungsgebäude der Zeche.

Der Schacht Voerster wurde abgedeckt und mit den Schuttmassen verfüllt.

Oliver Glasmacher 2010

Quellen:

Huske, Joachim, die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier
Geschäftsberichte und Grubenakten der Zeche Trappe




Foto Schacht Voerster
Das Foto zeigt den Schacht Voerster und ist vor 1904 entstanden.  




Marco Kiessler

Literatur:
Joachim Huske - Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier 2. Auflage